Fee Feuer.

Worte. Bilder. Geschichten. Die Wahrheit. Ein paar Lügen. Herz. Blut.

Monat: Mai, 2011

Fragen. (#12)

Ich mache Bilder von mir selbst, um zu sehen, was du siehst. Du sagst, du fragst dich, was ich denke, wenn ich dich ansehe und nichts sage. Ich baue das Stativ auf, stelle den Selbstauslöser ein, sehe in die Kamera und sage nichts. Ist es dieser Blick, der dir Fragen stellt?

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Wein. (#11)

Wir haben den Wein mit dem schönsten Etikett gekauft und sind zum Fluss gestolpert. Es wurde schon dunkel als wir über die Felsen zum Ufer kletterten. „Was tust du, wenn ich springe?“ Du hast nur gelacht.

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Zweiundneunzig. (#10)

Die Badewannenmalfarbe, die du in meinem Regal gefunden hast.
Zweiundneunzig abgelaufen, aber sie löste sich noch.
Du hast mir nicht verraten, was du mir auf den Rücken gemalt hast.

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Das Haus am See. (#9)

Ich bin in einem Haus am See aufgewachsen. Ich höre immer noch Wind im Schilf, den Kies unter meinen Schuhen und das Knarzen des Sessels, auf den ich gestiegen bin, um ein neues Buch aus dem Regal zu holen.

Ich habe dir nie davon erzählt.

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Hinterhöfe. (#8)

Ich habe dir beigebracht in fremde Hinterhöfe zu gehen, den Kopf in den Nacken zu legen, und dich im Kreis zu drehen. Das, was du nicht gesehen hättest, wäre ich nicht gewesen: hat es überhaupt existiert?

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Geheimnisse. (#7)

Du hast all deine Geheimnisse hervorgekramt, um sie in Lieder zu stecken. Ich glaube, inzwischen hattest du nichts mehr zu erzählen. Es gab nichts mehr, das du enthüllen konntest. Deswegen blieb deine Gitarre an der Wand gelehnt stehen und du hattest jeden Tag Zeit, mit mir durch die Stadt zu streunen. Immer auf der Suche nach neuen Geheimnissen. Denn davon haben wir genug, diese Stadt und ich.

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Kommen und Gehen. (#6)

Wenn wir uns über den Weg liefen, in einer dieser Bars, haben wir uns zur Begrüßung umarmt. Du bist immer gegangen, ohne dich zu verabschieden. Manchmal fiel mir das erst Stunden danach auf. Nachdem du dich schon lang davongeschlichen hattest. Später hat sich das geändert. Weil wir dann zusammen gekommen und gegangen sind.

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Reif. (#5)

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie wir uns getroffen haben. Wir kannten uns schon lang – vom Sehen, von Freunden, von drei Sätzen Unterhaltung. Warum schien die Zeit erst jetzt reif, aus dieser Bekanntschaft etwas anderes zu machen?

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Kein einziges Wort. (#4)

Jedes Mal, wenn ich dich abholte, dasselbe Spiel. Du, auf der Suche nach deinem Schlüssel, läufst immer wieder die Wege deiner Wohnung ab. Und jedesmal, wenn du ihn gefunden hast, vorzugsweise in deiner Hosentasche, der gleiche Satz, der klang als wärst du Jahrzehnte älter: Da lag er ja, die ganze Zeit, und sagte kein einziges Wort.

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Portemonnaie. (#3)

Ich habe mich auf keinem Foto erkannt, das du von mir gemacht hast.
Nicht mal auf dem in deinem Portemonnaie.

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