Von. Über. Zu. Bis.

von Fee

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Ich spaziere.
Von der kaputten Türklinke, die in meine Hand gefallen ist. Zum Licht im Treppenhaus zwischen den Blumentöpfen auf dem Fensterbrett. Zu den Schatten auf den Dielenbrettern. Um drei Ecken bis zu einer anderen Haustür. Ich warte.

Zwei Paar Füße spazieren.
Bei Rot über eine unbefahrene Straße. Durch eine Gasse zwischen spielenden Kindern. Im Kreis hinauf und über eine Brücke. Bergauf, bergauf. Zwischen Reihenhäusern, die zu Villen werden.

Wir folgen.
Den blattbedeckten Wegen. Den Sonntagsausflüglern. Dem Gefühl: Da, wo es nach Kindheit riecht, geht es lang. Verstecken hinter Baumstämmen. Äste sammeln. Sachen im Wald vergraben. Niemals wiederfinden.

Wir finden.
Den Weg hinauf. Den Weg zu den Sternen, der wegen Ferien geschlossen ist. Baumstämme, an die man sich ketten könnte. Das Licht, das Licht, das perfekte Licht. Den Weg hinab. Den Weg zurück nicht.

Wir treiben.
Aus dem Wald. In die Stadt. Mit Kälte in den Ohren. Durch Straßen, die nicht wiedererkannt werden. Unter der untergehenden Sonne.

Wir stehen.
An einer Stelle, wo die Straße sich teilt. Ein Paar Füße links, eines rechts. Kalte Nasen, kalte Lippen.

Ich spaziere.
Um drei Ecken. In ein dunkles Treppenhaus. Zu einer kaputten Klinke, die nicht in der Tür bleiben will.

 

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