Mittwochsbild (14).

Mittwochsbild.

Ich habe viel Zeit auf diesem Fensterbrett verbracht. Ich habe dem Licht beim Verschwinden und beim Auftauchen zugesehen und dem Nachbarn, der seinen Sportwagen parkte und dem Nachbarskind, das gegen das Grau ankämpfte und ab und zu mit kreideverschmierten Händen zu mir hoch winkte, und dem Nachbarn, der den Motor laufen ließ, während er seine Garage mit einem Besen sauber kehrte und seinen Wagen erst dann, erst in die blitzblank gefegte Garage stellte und das Tor doppelt abschloss, hinterher. Er tat das jeden Tag, er war nicht mehr der Jüngste, sein Ritual schluckte Zeit und das Dröhnen des Motors, das von den Hauswänden schallte, rief mich täglich aufs Fensterbrett, wenn ich nicht sowieso schon dort saß.